Die Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin Daniela Strigl saß viele Jahre selbst in der Bachmannpreis-Jury. Bozena Badura und Wolfgang Tischer analysieren mit ihr im Podcast den zweiten Lesetag beim Bachmann-Preis 2026, und Daniela Strigl gibt Einblicke in die Jury-Arbeit. Und dann schaut auch kurz »ihr« Preisträger von 2014 vorbei: Tex Rubinowitz.
Wieder live vor Publikum am Lendhafen: Bozena Badura und Wolfgang Tischer besprechen mit ihrem heutigen Gast, der Literaturwissenschaftlerin und Literaturkritikerin Daniela Strigl, den zweiten Lesetag der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur. Fünf weitere Texte wurden gelesen und von der Jury diskutiert. Am Samstag werden dann die letzten vier folgen.
Daniela Strigl lehrt an der Universität Wien und war von 2003 bis 2008 sowie von 2011 bis 2014 selbst Mitglied der Bachmann-Jury. 2014 wurde sie zudem zur ersten Preisträgerin der Abstimmung zur beliebtesten Bachmann-Jurorin gewählt.
Vor und zwischen der Besprechung des Lesetages gibt Daniela Strigl Einblicke in die Arbeit der Jury: Wie haben sich die Diskussionen über die Jahre verändert? Wie kommen die Jury-Mitglieder zu den Texten und Lesenden, die sie einladen? Welche generellen Trends sind in der aktuellen Literatur auszumachen? Und wie empfand Daniela Strigl den gestrigen plötzlichen Abgang von Slata Roschal nach ihrer Lesung?
Besprochen werden im Podcast die Lesungen vom 26. Juni 2026:
Alle Texte stehen auf der Website des ORF zum Download und Nachlesen bereit.
Text von Slata Roschal bleibt im WettbewerbZu Beginn des zweiten Lesetages trat aber zunächst der Justitiar Magister Andreas Sourij auf die Bühne. Eine Stimmung, als ob der Schulleiter das Klassenzimmer betritt. Offenbar gab es das Gerücht, dass Teile des Textes von Autorin Slata Roschal, die gestern gelesen hat, bereits auf der Website ihres Verlages zu lesen waren. Ein Text darf, so regeln es die Statuten, vorab nicht veröffentlicht sein. Laut Sourij wurden dafür jedoch keine Belege gefunden, sodass der Text (»in dubio pro reo«) im Wettbewerb verbleibt.
Außerdem rumorte es etwas in der Jury und einige Mitglieder griffen sich persönlich an. Teil der Show? Auch darüber wird im Podcast gesprochen.
Vielen Dank an das großartige Publikum am Lendhafen und den Verein Lendhauer, der auch in diesem Jahr die Live-Aufnahme auf der Bühne ermöglicht hat.
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