Palantir. Anduril. Sauron Systems.
Firmen aus dem Bereich Überwachung und Militär geben sich Namen aus Tolkiens Werken, Georgia Meloni besuchte Hobbit-Camps und J.D. Vance behauptet, daß der Herr der Ringe sein konservatives Weltbild geprägt hat.
Immer öfter und auch immer dreister deuten rechte Politiker und ultra-libertäre Milliardäre Tolkiens Werk um und versuchen es für ihre anti-demokratischen Zwecke zu vereinnahmen.
Wir haben Prof. Dr. Judith Klinger und Lisa Kuppler eingeladen, um die Diskurs-Strategien der Neuen Rechten zu erläutern, und wie wir Tolkien-Fans uns dagegen wehren können.
Show Notes
Geschichte, Begriffe, Strategien der Neuen Rechten
Themenheft ‚Neurechte Literatur und Literaturpolitik‘ der Deutschen Vierteljahresschrift für
Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte (2024, Heft 4)
Große Literaten missbraucht [nicht mehr online; Web Archive Link] – die neue Webseite befindet sich hier.
Literaturpolitik 1: Selbstverharmlosung (wir sind ja gar nicht so schlimm!)
Literaturpolitik 2: Verzahnen (faschistische Literatur im gleichen Atemzig nennen wie z.B. Tolkien; siehe diesen Artikel bei Sezession (eine neurechte Theoriezeitschrift.)
Literaturpolitik 3: Rechtsverschiebung (u.a. Rehabilitation des NS; politische Konzepte vermitteln wie Anti-Parlamentarismus; Aktionsformen beschreiben wie z.B. Rechtsterrorismus)
DFG-Projekt Neurechte Literaturpolitik
Vor allem dieser Artikel, den ihr euch als PDF (open access) kostenlos herunterladen könnt:
Neurechte Literatur und Literaturpolitik
(Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte)
Keine andere politische Strömung arbeitet im 21. Jahrhundert so intensiv mit Literatur wie die Neue Rechte. Neurechte Verlage (wie Antaios oder Jungeuropa), Zeitschriften (u. a. Sezession, TUMULT oder Compact), Blogs (z. B. Die Aster), Videoformate (z. B. Aufgeblättert. Zugeschlagen. Mit Rechten lesen) und Podcasts (wie Von rechts gelesen) stellen einzelne Gedichte, Romane und Gesamtwerke vor, geben Lektüretipps und betreiben Literaturkritik.