Deutschland begann den Zweiten Weltkrieg und bombardierte Städte wie Warschau, Rotterdam, London und Stalingrad. Später zerstörten britische und amerikanische Bomber große Teile deutscher Städte. In Dresden und Hamburg entstanden gewaltige Feuerstürme, Zehntausende Zivilisten starben.
In der neuen Folge von ZEITREISE spricht Filipp Piatov mit dem Militärhistoriker Matthias Strohn über die Geschichte des Bombenkriegs. Wie entwickelte sich aus den ersten Bombenabwürfen des frühen 20. Jahrhunderts das sogenannte „Moral Bombing“? Warum nahmen die Alliierten gezielt die Moral der deutschen Bevölkerung ins Visier? Und welchen militärischen Nutzen hatten die Angriffe tatsächlich?
Außerdem geht es um den Mythos Dresden und die bis heute umstrittene Frage, ob die Flächenbombardements militärisch notwendig, moralisch vertretbar oder sogar Kriegsverbrechen waren. Strohn erklärt, wie die DDR und später Rechtsextreme die deutschen Opfer instrumentalisierten – und weshalb die damaligen Reaktionen der Deutschen an den heutigen Umgang vieler Russen mit ukrainischen Drohnenangriffen erinnern.
Eine Folge über Täter und Opfer, historische Verantwortung und die Frage, ob man das Leid deutscher Zivilisten anerkennen kann, ohne zu vergessen, wer diesen Krieg begonnen hatte.