Frans Hals; Ende des 16. Jahrhunderts in Antwerpen geboren, revolutionierte das Porträt mit seinem lockeren, alla-prima-Pinselstrich, der flüchtige Momente einfängt und seine Figuren lebendig wirken lässt. Für viele gilt er als ein Vorläufer der Impressionisten wie Van Gogh. Wie kaum ein anderer Künstler seiner Zeit, malte er auch die soziale Vielfalt - von den ganz reichen bis zu den armen Menschen seiner Heimatstadt.
Seine Werke wurden nach dem Tod vergessen, erst im 19. Jahrhundert durch Théophile Thoré-Bürger wiederentdeckt. In Dresden hängen zwei seltene Portraits (Nachtglas-Brüder, 1633/34) in den Alten Meistern – in Berlin die berühmte "Malle Babbe".
Repro-Credits: Frans Hals: "Malle Babbe" Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Christoph Schmidt [CC BY-NC-SA]