US-Präsident Donald Trump hat das Rahmenabkommen und die Waffenruhe mit dem Iran für hinfällig erklärt. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagte Trump am Mittwoch, er wolle mit dem Iran nichts mehr zu tun haben und bezeichnete die iranische Führung als „Abschaum“. Vor der verbalen Eskalation Trumps hatte es eine militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran gegeben, die den Ölpreis deutlich steigen ließ und die globalen Märkte in Unruhe versetzte.
Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College London, geht trotz der Eskalationsdynamik davon aus, dass „beide Seiten davor zurückschrecken, einen kompletten Krieg anzufangen“. Die Ursache der aktuellen Eskalation liegt laut Neumann in den Konstruktionsfehlern des Rahmenabkommens. Es habe beide Seiten zu unterschiedlichen Interpretationen eingeladen – vor allem bei der Kontrolle der Straße von Hormus.
Auf dem Nato-Gipfel in Ankara teilte Trump aber auch gegen die Bündnispartner aus: Der US-Präsident kündigte an, alle Handelsbeziehungen mit Spanien zu beenden – unter anderem wegen der mangelnden militärischen Unterstützung im Iran-Krieg – und weil das Land sich weigert, die Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent seiner Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Zudem erneuerte Trump seinen Anspruch auf Grönland. Wie Sicherheitsexperte Neumann auf diese Entwicklungen blickt, erfahren Sie im Podcast.
Außerdem: Die Unicredit hat sich im Rahmen ihres Übernahmeangebots 44,37 Prozent der Commerzbank-Aktien gesichert. Hinzu kommen Finanzinstrumente in Höhe von 3,22 Prozent, die das Geldhaus in Commerzbank-Papiere umwandeln kann. Insgesamt kontrolliert die Unicredit also 47,59 Prozent der Commerzbank-Aktien. Was das für den Übernahmekampf bedeutet, erklärt Andreas Kröner, Co-Leiter des Teams Banken und Versicherer beim Handelsblatt.
Unicredit erhöht Anteil im Übernahmekampf auf mehr als 44 Prozent
Commerzbank-Übernahme – Gefahr oder Chance für Deutschland? Ein Streitgespräch
Moderiert von Anis Mičijević
Produziert von Max Rex
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