Benzinpreise: Bereichern sich die Ölkonzerne am Irankrieg?
Ein Krieg im Nahen Osten – und plötzlich steigen in Deutschland wieder die Energiepreise. Seit dem Angriff auf den Iran sind Gas, Benzin und Diesel deutlich teurer geworden. Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat den Anstieg der Spritpreise als ungerechtfertigt bezeichnet und ein schnelles Handeln der Bundesregierung gefordert. Den Ölkonzernen warf er "Preistreiberei" vor. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigte an, dass Tankstellen ihre Preise künftig nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen. Preissenkungen dagegen blieben jederzeit zulässig. Hilft das? Und warum sind die Spritpreise in Deutschland doppelt so stark gestiegen wie im EU-Schnitt? Marc Widmann, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT, erklärt im Podcast, warum der Benzinpreis nicht sinkt, der Ölpreis aber schon – und was die Maßnahmen der Bundesregierung bringen. In vielen Städten ist Wohnraum knapp, während Parkplätze große Flächen belegen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat untersucht, wie viel Wohnraum entstehen könnte, wenn Parkplätze überbaut würden. In drei Beispielstädten – Dortmund, Görlitz und Ulm – könnten laut der Studie auf großen Parkplätzen theoretisch fast 14.000 neue Wohnungen gebaut werden. Wie könnte das praktisch funktionieren, ohne Autofahrer komplett zu verdrängen? Der Journalist Paul Meerkamp hat für DIE ZEIT zu dem Thema recherchiert. Er erklärt, ob Parkplätze tatsächlich großes Potenzial für neuen Wohnraum bieten – und wo das bereits erfolgreich umgesetzt wurde. Und sonst so? Wenn der Nachthimmel glüht, kommen die Meteoritenjäger. Moderation und Produktion: Helena Schmidt Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Steigende Ölpreise: SPD will Ölpreise durch mehr Regeln für Konzerne einschränken Energiekrise: Vorsicht, hochentzündlich! Wohnungsnot: Wie man ein Wohnwunder schafft – und wie nicht Wohnungsbau: Jetzt kommen die Wohnungen vom Fließband Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
Neue Regeln gegen Spritpreissprünge
Der Ölpreis ist seit Beginn des Kriegs gegen den Iran stark gestiegen – und mit ihm auch die Spritpreise in Deutschland. Deshalb will die Bundesregierung nun einen Teil der strategischen Ölreserven freigeben. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte an, dass Deutschland diesen Schritt gemeinsam mit den G7-Staaten und der Internationalen Energieagentur (IEA) tun werde. Die Vorräte sollen im Kriegs- oder Katastrophenfall die Versorgung mit Öl zum Tanken, Heizen und für die Industrie sicherstellen sowie Preisanstiege dämpfen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters und Handelsblatt sollen insgesamt 400 Millionen Barrel freigegeben werden, mehr als je zuvor. Zu Beginn des Ukrainekriegs waren es 182 Millionen Barrel gewesen. Deutschland soll rund 19,5 Millionen Barrel freigeben, etwa ein Fünftel seiner Reserven. Außerdem will die Wirtschaftsministerin das sogenannte Österreichische Modell einführen: Tankstellen dürften dann die Preise nur noch einmal am Tag erhöhen, aber jederzeit senken. Dafür muss zunächst das Kartellrecht geändert werden; wann die neue Regelung eintritt, ist noch unklar. Außenminister Johann Wadephul (CDU) ist auf Nahostreise – von Israel und Saudi-Arabien über die Vereinigten Arabischen Emirate nach Katar. Am Dienstag traf er in Jerusalem als erster EU-Außenminister seit Beginn des Irankriegs seinen israelischen Amtskollegen Gideon Saar. Dabei kritisierte er die Gewalt radikaler israelischer Siedler im Westjordanland. Der israelische Rechtsstaat müsse dagegen "mit aller Entschlossenheit" vorgehen, sagte er und stellte sich damit hinter die jüngste Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der israelischen Siedlungspolitik in dem Gebiet. Zugleich forderte Wadephul eine regionale Friedensordnung, die die Sicherheit aller Staaten und Menschen in der Region gewährleisten soll. Was will der Außenminister mit seinem unangekündigten Krisenbesuch erreichen? Das berichtet Alice Bota aus dem Politikressort der ZEIT, die Wadephul auf seiner Reise begleitet. Auf dem Weltgipfel für Kernenergie in Paris bedauerte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Deutschlands Ausstieg aus der Atomkraft. Sie betonte, Atomkraft sei zuverlässig, bezahlbar und emissionsarm. Die Europäische Union will nun eine Strategie für sogenannte kleine modulare Reaktoren vorlegen. Diese sollen neben herkömmlichen Kernreaktoren zum Einsatz kommen und bis Anfang der 2030er-Jahre einsatzbereit sein. Doch was genau sind diese kleinen modularen Reaktoren? Welche Hoffnungen werden mit der Technologie verbunden – und sind sie realistisch? Das erklärt Robert Gast, Redakteur im Wissensressort der Zeit. Und sonst so? Der Autor und Illustrator Janosch feiert heute seinen 95. Geburtstag Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Soley Künne, Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Krieg im Iran: Von der Leyen schlägt Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise vor Krieg im Iran: Deutschland gibt Teil der Ölreserve frei Israel: Außenminister Wadephul kritisiert in Jerusalem Siedlergewalt Johann Wadephul: Außenminister der schwarz-roten Koalition Weltgipfel für Kernenergie in Paris: Von der Leyen nennt Abkehr von Atomkraft einen "strategischen Fehler" Ursula von der Leyen: Die EU-Kommissionspräsidentin Small Modular Reactors: Der Traum vom kleinen, sicheren Atomkraftwerk Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
Europa und der Iran: Spaniens Regierung ist sauer auf Merz
Anfang März hat Spanien dem US-Militär untersagt, seine Stützpunkte für Missionen im Zusammenhang mit Angriffen auf den Iran zu nutzen. Der spanische Premierminister Pedro Sánchez verurteilte die Angriffe der USA und Israels als rücksichtslos und illegal. US-Präsident Donald Trump reagierte mit scharfer Kritik und drohte Spanien mit einem vollständigen US-Handelsembargo. In Anwesenheit des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz bezeichnete er Spaniens Vorgehen als schrecklich. In der Europäischen Union gibt es unterschiedliche Reaktionen: Während Sánchez die Angriffe deutlich verurteilt, äußern sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Außenbeauftragte Kaja Kallas zurückhaltender. Warum ist die Europäische Union im Umgang mit dem Irankrieg so uneinig? Ulrich Ladurner, Auslandskorrespondent der ZEIT in Rom, erklärt im Podcast, welche Positionen die einzelnen Mitgliedsstaaten vertreten und warum Spanien in seiner Kritik weiter geht als der Rest der EU. In Chile wird der rechtsextreme Politiker José Antonio Kast als Präsident vereidigt. Der Gründer der Republikanischen Partei gewann die Stichwahl um das Präsidentenamt am 14. Dezember mit rund 59 Prozent der Stimmen. Kast ist der zehnte Sohn eines ehemaligen Wehrmachtsoffiziers aus Bayern, der früher NSDAP-Mitglied war. Wie Kast selbst waren mehrere seiner Geschwister Abgeordnete oder Senatoren. Einer seiner Brüder war unter der Diktatur von Augusto Pinochet Präsident der chilenischen Zentralbank. US-Außenminister Marco Rubio gratulierte Kast zu seinem Sieg und versprach eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Handel. Kritik äußerte dagegen Kolumbiens linker Präsident Gustavo Petro, der sagte, er werde „niemals einem Nazi die Hand reichen“. Was hat José Antonio Kast als Präsident vor? Sophia Boddenberg, Autorin der ZEIT, ordnet im Podcast ein, wofür Kast politisch steht und was seine beginnende Präsidentschaft für die Aufarbeitung der Verbrechen unter der Diktatur Pinochets bedeuten könnte. Und sonst so? Warum Frühjahrsmüdigkeit nur ein Mythos ist. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Irankrieg: Spanien widerspricht den USA bei Streit über Nutzung von Stützpunkt Liveblog: Irankrieg José Antonio Kast: Wer ist Chiles neuer, ultrarechter Präsident? Präsidentschaftswahl in Chile: Die Macht der Angst Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
Update: Der legendäre Tag am Ölmarkt
Am Montag kletterte der Ölpreis noch auf ein neues Hoch, am Dienstag fiel er drastisch: Statt rund 120 Dollar kostet ein Fass Öl nur noch rund 90 Dollar. Offenbar genügte ein einziger Satz von US-Präsident Donald Trump, um die Märkte zu bewegen. Dem Sender CBS sagte Trump, der Krieg gegen den Iran verlaufe "weit vor dem Zeitplan". Aber sind an den sinkenden Preisen wirklich Trumps Worte schuld? Diese und weitere Fragen beantwortet Heike Buchter, US-Korrespondentin der ZEIT. Die Gewinne von VW, Europas größtem Autobauer, haben sich im vergangenen Jahr halbiert. Besonders Porsche schwächelt. Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump verschärft die Lage zusätzlich. In diesem Jahr will der Konzern wieder wachsen. Warum die Gewinne so stark eingebrochen sind – und warum die Aktionäre das offenbar gelassen sehen, erklärt Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur der ZEIT. Der Deutsche Buchhandlungspreis wird in diesem Jahr nicht öffentlich verliehen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat die Verleihung auf der Leipziger Buchmesse abgesagt. Weimer steht in der Kritik, seit er drei Buchhandlungen mit Verweis auf "verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse" von der Nominiertenliste gestrichen hat. Die Debatte drohe den eigentlichen Sinn zunehmend zu überlagern, begründete ein Sprecher des Ministers die Entscheidung. Und sonst so? Tokio – die vermutlich beste Stadt, um sein Geld zu verlieren. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Spritpreis: "Das ist mir auch ein Rätsel, warum da noch jemand tankt" Ölpreis: So verletzlich ist die deutsche Wirtschaft Volkswagen: VW ist ganz bei sich Deutscher Buchhandlungspreis: Waren diese Läden zu links? Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
"Für viele ist die SPD die langweiligste Partei"
Die SPD hat den Einzug in den Landtag in Baden-Württemberg mit rund 5,5 Prozent knapp geschafft. Dass sie inzwischen sogar darum bangen muss, in einen westdeutschen Landtag einzuziehen, zeigt, wie tief die Krise der Partei ist. Trotz Regierungsbeteiligung und bekannten Gesichtern auf Bundesebene kann die Partei bei Wahlen immer weniger Menschen überzeugen. Woran das liegt, wird unterschiedlich bewertet: Die SPD sei zu stark nach rechts gegangen, sagen die einen, die Partei setze zu stark auf Linkskurs, die anderen. Peter Dausend, Hauptstadtredakteur der ZEIT, sieht den Grund woanders. Die SPD sei vom ewigen Regieren erschöpft, sagt er, und sie sei für viele Menschen im Land im Moment die langweiligste Partei. Welche Lehren die Partei aus der Wahl in Baden-Württemberg ziehen kann, erklärt er bei Was jetzt?. Eine Entführung in Venezuela, Krieg gegen den Iran – und vielleicht bald ein Angriff auf Kuba durch die USA? Das fürchten zumindest viele Kubanerinnen und Kubaner. Durch die Blockade der USA ist Kuba schon lange von weiten Teilen der Welt abgeschnitten. Seit dem Sturz des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro ist auch noch die letzte ausländische Ölquelle des Landes in der Hand der USA. Kuba steckt in einer Energiekrise, Sprit ist teuer, Busse fahren nicht mehr, und Traktoren stehen still, sodass die Lebensmittelproduktion beeinträchtigt ist. Rund 70 Prozent der Kubanerinnen und Kubaner sollen inzwischen auf mindestens eine Mahlzeit am Tag verzichten. Alexander Kauschanski, Auslandsredakteur der ZEIT, steht seit Wochen in Kontakt mit Menschen auf der Insel. Im Podcast berichtet er, wie die Menschen mit der Krise umgehen, und schätzt ein, für wie realistisch er eine baldige US-Intervention gegen Kuba hält. Und sonst so? Ein Bürgermeister tritt nicht mehr an und gewinnt trotzdem die Wahl. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Lisa Pausch, Benjamin Probst Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: SPD: Das muss doch Folgen haben. Oder? Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.