Trumps Bodentruppen? Das riesige Risiko der Kurden
Der US-Geheimdienst CIA soll bereits vor Monaten damit begonnen haben, kurdische Gruppen im Irak und in Iran mit Waffen auszustatten. So haben das mehrere US-Medien berichtet, das Weiße Haus aber dementiert. Kürzlich hatte auch US-Präsident Donald Trump selbst kurdische Kämpfer als Bodentruppen für den Krieg in Iran im Gespräch gebracht, aber dann wieder einen Rückzieher gemacht. Er wolle, “den Krieg nicht komplizierter machen, als er ohnehin schon ist“. Raphael Geiger, Türkei- und Iran-Korrespondent der SZ, ist von Istanbul in die irakisch-iranische Grenzregion gereist und hat sich vor Ort ein Bild gemacht. Die autonome kurdische Region im Nordirak werde derzeit immer wieder von iranischen Drohnen und Raketen angegriffen, sagt Geiger im SZ-Nachrichtenpodcast „Auf den Punkt“. Tausende Kämpfer seien dort bereit, gegen das iranische Regime zu kämpfen. Dabei haben die Kurden mehrfach schlechte Erfahrungen mit US-Bündnissen gemacht, auch bereits mit Trump. Dennoch sehen sie jetzt eine realistische Chance, die Herrschaft der Mullahs in Teheran zu beenden - oder zumindest mit einem Guerilla-Kampf in den Bergen Chaos zu stiften, sagt Geiger. Weitere Nachrichten: USA lockern zeitweise Sanktionen gegen Russland; Kuba lässt 51 Häftlinge frei. Zum Weiterhören und -lesen: Die Reportage von Raphael Geiger aus dem irakisch-iranischen Kurdengebiet lesen Sie hier. Hier lesen Sie den Liveblog zum Iran-Krieg. Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Justin Patchett Produktion: Laura Sagebiel Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über White House. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Was führte zur Krise der Autobauer - und was hinaus?
Autos von Mercedes, VW, BMW, Audi oder Porsche waren lange weltweit begehrt und bekannt für ihre Ingenieurskunst, Qualität und Innovation. Doch die Hiobsbotschaften aus der Branche häufen sich. Fast alle großen deutschen Autobauer haben schlechte Zahlen für 2025 veröffentlicht. Nur BMW scheint es besser zu machen. Die Münchner haben im Gegensatz zu anderen Herstellern eine breitere Strategie mit verschiedenen Antriebsarten verfolgt, sagt Auto-Expert Stephan Radomsky aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Vielfach sei man zu selbstgewiss gewesen und habe gedacht, “man kann so weitermachen, wie es war, nur ein bisschen anders mit Elektro.” Doch das “hat so offensichtlich nicht hingehauen.” Insgesamt seien in ganz Deutschland 100 000 Arbeitsplätze in dieser Branche gefährdet. Weitere Nachrichten: Maßnahmen gegen hohe Spritpreise; weitere Angriffe auf Libanon und Iran. **Zum Weiterhören und -lesen: ** Hier lesen Sie Stephan Radomskys Kommentar über die Krise in der Autobranche, die womöglich bereits ein Strukturwandel ist. Eine Analyse der Zahlen von BMW lesen Sie hier. Hier lesen Sie das Interview mit BMW-Chef Oliver Zipse. Die Links zu unserer neuen Podcastserie "Aschau – Ein Dorf sucht einen Mörder" stehen hier und hier via Spotify. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Justin Patchett, Henk Ruigrok van der Werven Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Kulturstaatsminister Weimer: Auf seinem Posten überfordert
Den Deutschen Buchhandlungspreis hat die damalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) 2015 ins Leben gerufen, um unabhängige Buchhandlungen zu würdigen. Und es soll dabei explizit nicht darum gehen, wie gut sie wirtschaften, sondern vor allem um den “kulturellen Auftrag und seine Ausgestaltung.” Das hat der aktuelle Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) in seinem Grußwort zum Deutschen Buchhandlungspreis vergangenes Jahr gesagt. Aber dieses Jahr wird es diesen Preis nicht geben, Weimer hat ihn abgesagt. Er wird also nicht in der kommenden Woche auf der Leipziger Buchmesse verliehen werden. In einer Mitteilung dazu heißt es: Die Debatte um die Nicht-Berücksichtigung von drei Jury-Vorschlägen drohe den eigentlichen Sinn der Veranstaltung zu überlagern. Bei dieser “Debatte” geht es um drei Buchhandlungen, die für den Preis nominiert waren, die Weimer dann aber von der Liste der Jury gestrichen hat. Begründet hat der Staatsminister das damit, dass es zu diesen Buchhandlungen “verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse” gebe. Genauere Infos dazu gab es nicht. In dieser Podcastfolge geht es um die Frage, ob es überhaupt normal ist, den Verfassungsschutz gegen Buchhandlungen einzusetzen. Und darum, welchen Schaden Weimer durch sein Eingreifen verursacht hat. Auch für ihn selbst. Darüber spricht in SZ-Redakteur und Jurist Ronen Steinke. Weitere Nachrichten: Gewinneinbrüche bei Porsche; IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei; Modschtaba Chamenei leicht verletzt. **Zum Weiterhören und -lesen: ** Hören Sie hier ab Freitag die neue Folge von “Ist das gerecht” über die Kunstfreiheit und alle Folgen des Podcasts mit SZ Plus. Lesen Sie hier die SZ-Analyse dazu, wo zurzeit Raketen in Iran und Israel einschlagen. Moderation, Redaktion: Justin Patchett Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Henk Ruigrok van der Werven Produktion: Laura Sagebiel Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Iran: Für die USA läuft der Krieg schlecht
Der US-Präsident Donald Trump behauptet: der Krieg mit Iran sei so gut wie abgeschlossen. Er soll das einer US-Reporterin von CBS am Telefon gesagt haben. Iran habe keine Marine, keine Kommunikationswege und keine Luftwaffe mehr. Die USA seien ihrem Zeitplan sogar mehrere Wochen voraus. Irans Revolutionsgarden widersprechen dieser Darstellung. In einer Mitteilung über die iranische Nachrichtenagentur Tasnim heißt es: “Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik." Was stimmt? Darüber spricht in dieser Folge des Podcasts Tomas Avenarius, außenpolitischer Reporter der SZ mit Schwerpunkt Krisenberichterstattung. Weitere Nachrichten: Von der Leyen für Atomkraft; VW-Gewinn bricht ein; Weimer sagt Verleihung des Buchhandlungspreises ab. **Zum Weiterlesen: ** Lesen Sie hier, was der Iran-Krieg für die Weltwirtschaft bedeutet. Lesen Sie hier, warum Wolfram Weimer den Buchhandlungspreis absagt. Moderation, Redaktion: Justin Patchett Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Lars Langenau, Lora Ganeva Produktion: Jakob Arnu Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Grüner Wahlerfolg: Mehr Cem wagen?
Cem Özdemir hat mit den Grünen nach einer fulminanten Aufholjagd die Landtagswahl in Baden-Württemberg überraschend gewonnen.. Laut vorläufigem Endergebnis kommen die Grünen auf 30,2 Prozentpunkte. Und damit auch knapp mehr Stimmen, als die CDU bekommen hat. Wie hat Spitzenkandidat Özdemir das hinbekommen? Seine Persönlichkeit und Erfahrung als ehemaliger Bundesminister sowie in Brüssel waren entscheidende Faktoren für seinen Wahlsieg, sagt Roland Muschel, SZ-Korrespondent in Stuttgart. Zudem habe sich Özdemir “maximal abgegrenzt von der grünen Bundespartei”. Die Grünen haben im Wahlkampf stark auf Özdemirs Profil gesetzt und ihn als den Kandidaten präsentiert, "der es kann". Weitere Nachrichten: Münchens Oberbürgermeister Reiter muss in Stichwahl; Moschtaba Chamenei neues geistliches Oberhaupt in Iran. **Zum Weiterlesen: ** Einen Text von Roland Muschel über Özdemirs Erfolg lesen Sie hier. Den kostenlosen Newsletter aus Stuttgart und Baden-Württemberg können Sie hier abonnieren: https://www.sueddeutsche.de/kolumne/im-suedwesten-newsletter-1.6388568 Den Liveblog zu den Kommunalwahlen in München finden Sie hier. Hier finden Sie den Text über Modschtaba Chamenei, Irans neues geistliches Oberhaupt der Islamischen Republik. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Produktion: Imanuel Pedersen Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über SZ, Phoenix, Tagesthemen. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER