Wie gefährlich ist der Rechtsruck für Inklusion und Teilhabe, Simone Fischer?
Wie inklusiv ist Deutschland eigentlich wirklich? Und was bedeutet es, wenn eine Bundestagsabgeordnete nicht nur über Barrieren spricht, sondern sie jeden Tag selbst erlebt? Und wie gefährdet die politisch Rechte die Inklusion und Teilhabe? In dieser Folge „Über den Tag hinaus“ spricht Imme Scholz mit Simone Fischer, seit Februar neu im Bundestag und Sprecherin für Pflegepolitik der Grünen. Sie reden darüber, warum Inklusion unter Druck steht – und warum die Radikalisierung von rechter Politik besonders Menschen mit Behinderung trifft. Simone erzählt, wie barrierefrei der Bundestag tatsächlich ist, welches Privileg sie als Bundeabgeordnete dabei genießt und welche Hürden bleiben und wo echte Offenheit entsteht. Und wir sprechen über ein Thema, das uns alle betrifft – wenn nicht heute, dann vielleicht bald: Pflege. Ob als pflegende Angehörige oder als Menschen, die einmal selbst Unterstützung brauchen – Pflege ist eine Frage unserer gemeinsamen Zukunft. Simone erklärt, warum das System schon heute am Limit ist, weshalb wir ohne internationale Fachkräfte nicht auskommen und welche politischen Entscheidungen jetzt wirklich überfällig sind. Ein persönliches, politisches und überraschend hoffnungsvolles Gespräch über Sichtbarkeit, Würde – und darüber, wie eine Gesellschaft aussehen kann, die niemanden zurücklässt. Ein Podcast mit: Simone Fischer, Mitglied des deutschen Bundestages, direktgewählte Abgeordnete für den Wahlkreis Stuttgart, u.a. Sprecherin für Pflegepolitik der Bundesfraktion Büdnis90/Die Grünen Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Weiterführende Links: Simone Fischer Webseite Simone Fischer Instagram Der Beitrag vom ZDF Mittagsmagazin-Mensch über Simone Fischer zeigt sowohl ihren Einsatz für Inklusion und Pflegeals auch nochmal ihren Alltag im Bundestag als kleinwüchsige Person „Über den Tag hinaus“ abonnieren Credits: Foto: © Blu Dolci, Bearbeitung: hbs.
Kann es eine „universelle Moral“ geben, Markus Gabriel?
Was passiert mit unseren Vorstellungen von Gerechtigkeit und Moral, wenn Digitalisierung und KI unsere Gesellschaft so grundlegend verändern? Wie gelingt es Europa, sich auf seine gemeinsamen Werte zu verständigen wenn die Perspektiven immer stärker auseinanderdriften? Jan Philipp Albrecht spricht mit Markus Gabriel, Philosoph, Autor und Professor, über die Rolle von Moral in einer polarisierten Gesellschaft, über blinde Flecken in der deutschen Wahrnehmung der Welt, über das Spannungsverhältnis zwischen „gerechter“ Regulierung und dem Idealbild mündiger Bürger*innen und darüber, warum er für ein Kinderwahlrecht plädiert. Ein Podcast mit: Prof. Dr. Markus Gabriel, Philosoph, Bestsellerautor, Professor und Direktor des Internationalen Zentrums für Philosophie in Bonn Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Weiterführende Links: Markus Gabriels Webseite Markus Gabriel bei Jung & Naiv zu Moral, Verschwörungstheorien und Kapitalismus Beitrag von Jan Philipp Albrecht zu „Sicherheit ist, was Freiheit und Selbstbestimmung für alle schafft“ „Über den Tag hinaus“ abonnieren Credits: Foto: © Stefan Kaminski, Bearbeitung: hbs.
Wie produktiv ist Wut in der Politik, Marina Weisband?
Wie kann Demokratie gelernt und gelebt werden – gerade in Zeiten von Polarisierung, digitalen Aufmerksamkeitsökonomien und gesellschaftlicher Unsicherheit? In dieser Folge von „Über den Tag hinaus“ spricht Jan Philipp Albrecht mit Marina Weisband über ihre Erfahrungen und Überzeugungen. Es geht darum, warum Kinder und Jugendliche früh lernen sollten, dass ihre Stimme zählt, welche Rolle Schule, Eltern und digitale Räume dabei spielen und wieso Lobbyismus und politische Strukturen mehr Beteiligung von Bürger*innen brauchen. Marina Weisband erzählt außerdem, was wir von Krankheit, Behinderung und Krisenerfahrungen über den Wert des Menschseins jenseits des Leistungsprinzips lernen können – und wie sie trotz düsterer Aussichten an der Hoffnung festhält. Ein Podcast mit: • Marina Weisband, Diplom-Psychologin, Publizistin, Beteiligungspädagogin, Projektleiterin von Aula • Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. • Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Weiterführende Links: • „Über den Tag hinaus“ abonnieren • Marina Weisbands Website • Projekt Aula – Digitale Beteiligung in Schulen • Infos zu ME/CFS bei der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS Credits: Foto: © Dominik Butzmann, Bearbeitung: hbs.
Wie neutral darf Recht sein, Ronen Steinke?
Warum geraten demokratische Institutionen unter Druck – und was sagt das über uns als Gesellschaft aus? In dieser Folge sprechen Imme Scholz und Jan Philipp Albrecht mit dem Juristen, Autor und Journalisten Ronen Steinke über die brennenden Fragen unserer Zeit: von der drohenden Erosion rechtsstaatlicher Prinzipien bis zur juristischen (Un-)Gleichbehandlung internationaler Konflikte. Steinke macht deutlich: Das Recht ist ein Instrument der Gestaltung – und der Abgrenzung. Wer es nutzt, wem es dient und wo es versagt, sagt viel über den Zustand unserer Demokratie aus. Ein Podcast mit: • Dr. Ronen Steinke, Jurist, Journalist und Autor • Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. • Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Weiterführende Links: • "Über den Tag hinaus" abonnieren • Podcast böll.fokus „Stärke des Rechts oder Recht des Stärkeren? Die Zukunft des Völkerrechts“ • Imme Scholz‘ Kolumne „Die Trümmer Gazas, die Trümmer des Völkerrechts“ • Ronen Steinkes Artikel und Analysen in der SZ • Ronen Steinke zum Fall Brosius-Gersdorf • Ronen Steinke zum Thema Gaza • Ronen Steinkes Podcast „Ist das gerecht?“ • Website von Ronen Steinke Credits: Foto: Tobias Kruse/Ostkreuz, alle Rechte vorbehalten, Bearbeitung: hbs.
Wie links wollen die Grünen sein, Ricarda Lang?
Seit Mai 2025 regiert in Deutschland (wieder einmal) eine Große Koalition unter Führung der CDU. Nicht mehr auf der Regierungsbank: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die nach einer Regierungsbeteiligung in der historisch unpopulären Ampel-Regierung wieder die harte Oppositionsbank drücken. Dass die kommenden Jahre durchaus Potential dafür bieten, verlorengegangene Glaubwürdigkeit wieder zu gewinnen, argumentiert die ehemalige Grünen-Parteivorsitzende Ricarda Lang im Gespräch mit Imme Scholz und Jan Philipp Albrecht. Können die Grünen glaubhaft dafür eintreten, dass die anstehende Transformation nicht zu Lasten von Normal- und Geringverdienenden geht? Können progressive Kräfte die Verzichtserzählung hinter sich lassen und tatsächlich breite Teile der Gesellschaft für eine Vision gewinnen, die nicht von Mangel für die meisten und Überfluss für die wenigen geprägt ist? Und wenn man weder durch beschwichtigen, noch totschweigen Mehrheiten für Veränderung gewinnt – wie kommen Progressive dann wieder in die Vorderhand? Um dies und noch viel mehr geht es in der aktuellen Episode von „Über den Tag hinaus“. Ein Podcast mit: • Ricarda Lang, MdB, ehemalige Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN • Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. • Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Weiterführende Links: Auf Apple Podcasts anhören Auf Spotify anhören Ricarda Langs Abschiedsrede auf der 50. BDK in Wiesbaden Die Grünen nach der Wahl: Die Chance für einen Neuaufbruch nutzen! Nach Trump-Schock: Deutschland und Europa müssen globale Kooperation neu denken Andreas Reckwitz: Verlust. Ein Grundproblem der Moderne I Zeitdiagnostische Interventionen #1 Foto: Elias Keilhauer, alle Rechte vorbehalten, Bearbeitung: hbs.