In dieser Episode sprechen wir mit Dr. Uwe Keller, dem Batteriechef von Mercedes-Benz, über die Batterieentwicklung beim Stuttgarter Fahrzeughersteller.
Nach Jahren mit einer klaren „Electric Only“-Kommunikation hat Mercedes seine Strategie 2024 überarbeitet. Statt einer rein elektrischen Zukunft verfolgt der Konzern nun einen „Electric First“-Ansatz: Elektrofahrzeuge stehen zwar im Mittelpunkt, gleichzeitig bleibt man aber "technologieoffen" für Hybrid- und Verbrennerfahrzeuge.
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Technologisch arbeitet Mercedes an zwei zentralen Stellschrauben der Elektromobilität: Effizienz und Batteriedichte. Ein prominentes Beispiel ist das Forschungsfahrzeug "Vision EQXX", das mit extrem niedrigem Energieverbrauch über 1.000 Kilometer Reichweite demonstrierte. Auch ein modifizierter "Mercedes EQS" sorgte mit einer Fahrt über 1.205 Kilometer ohne Ladestopp für Aufmerksamkeit. Das Entwicklerteam fuhr mit dem Auto ohne nachzuladen von Stuttgart nach Malmö.
Bei der Batterieproduktion setzt Mercedes auf eine Mischung aus Eigenfertigung und Partnerschaften. Ein großer Teil der Batteriepakete entsteht bei der Tochter "German ACCUmotive" in Kamenz, Sachsen. Die Zellproduktion erfolgt hingegen gemeinsam mit Partnern wie CATL (China), Farasis Energy (China) und LG Energy (Südkorea). Für zukünftige Festkörperbatterien arbeitet Mercedes außerdem mit Spezialisten wie Factorial Energy (USA) und ProLogium (Taiwan) zusammen.
In aktuellen Serienfahrzeugen verbaut Mercedes vor allem prismatische Lithium-Ionen-Zellen – sowohl NMC (Nickel-Mangan-Kobalt) für hohe Energiedichte als auch LFP (Lithium-Eisenphosphat) für kostensensitive Anwendungen.
Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
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