Google, Meta und Oracle galten als bombensichere Anlagen. Jetzt verschulden sich die Tech-Konzerne mit hunderten Milliarden für den KI-Ausbau, und der Markt beginnt, sich dagegen zu versichern: Credit Default Swaps auf Big-Tech-Anleihen, die es vor einem Jahr noch gar nicht gab, kosten bei Oracle inzwischen fast 2 Prozent. Damit rutschen die Papiere in den Junk-Bereich – ein Alarmzeichen.
Adam Tooze erklärt, warum die Kreditrisiken der entscheidende Frühindikator sind, was für eine handfeste Finanzkrise noch fehlt (Wetten mit geborgtem Geld in schwachen Bilanzen) und warum schon ein Abflachen der KI-Investitionen reichen könnte, um eine Abwärtsbewegung auszulösen, wie die Zentralbank von Singapur warnt. Dazu: das ausgebrochene OpenAI-Modell und die Vertrauensfrage in die Technologie selbst, die drei Stimmungsphasen des Marktes von Modellen über Chips bis Apple, und die Frage, ob wir im Rückblick diesen Sommer als den Moment betrachten werden, in dem es hätte klar sein müssen. Aus der Finanzgeschichte gesehen: die 2007-Frage.
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Kapitel:
00:00:00 – Intro: Zwei KI-Nachrichten der Woche
00:58:00 – Credit Default Swaps: Wie der Markt Angst einpreist
02:53:00 – Meta bei 1 Prozent, Oracle bei 2: Big Tech im Junk-Bereich
04:54:00 – Was für eine echte Krise fehlt: Leverage und schwache Bilanzen
07:51:00 – Singapurs Warnung: Wenn die KI-Investitionen abflachen
12:48:00 – Ausgebrochenes OpenAI-Modell: Die Vertrauensfrage
15:49:00 – Drei Phasen des Marktes: Modelle, Chips, Apple
18:24:00 – Ausblick: Die 2007-Frage
20:20:00 – Outro
Bild: IMAGO / MAXPPP
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