US-Präsident Donald Trump zerschlägt gerade die Weltordnung der Nachkriegszeit. Die USA “haben keine Traute mehr, der Hüter des Gemeinwohls, also der globalen, werte- und regelbasierten Ordnung zu sein,” sagt Herfried Münkler, emeritierter Professor für politische Theorien der Humboldt-Uni in Berlin. Im Wesentlichen verfolge Trump deshalb amerikanische Kerninteressen.
Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, “dass es den USA wohl darum geht, den gesamten Doppelkontinent von oben bis unten, also sozusagen von der Nordspitze Kanadas bis zum Kap Horn unter Kontrolle zu bekommen”, sagt Münkler weiter im Gespräch mit dem Podcast “Auf den Punkt” über das Entstehen einer neuen Welt(un)ordnung.
Trump wolle die Vereinigten Staaten als Hegemonialmacht des amerikanischen Doppelkontinents etablieren. Die Entführung des Präsidenten von Venezuela begründet er mit den Interessen der US-amerikanischen Ölindustrie.
Bei Grönland geht es laut Trumps Sprecherin Karoline Leavitt um Sicherheitsinteressen. Deshalb prüfe die US-Regierung eine Reihe von Optionen zur Übernahme Grönlands. Der Einsatz von US-Militärgewalt sei eine davon, obwohl Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen davor warnt, dass ein Angriff auf Grönland das Ende der Nato bedeute. Doch in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der New York Times hat Trump gesagt, dass ihn kein Völkerrecht stoppen könne, sondern nur seine eigene Moral und sein eigener Verstand.
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Nur er selbst könne sich einschränken, sagt Donald Trump der New York Times. Hier lesen Sie eine Analyse dieser Aussagen.
Den Text von SZ-Skandinavien-Korrespondent Alex Rühle über die Möglichkeiten einer unfreundlichen Übernahme Grönlands durch die USA lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Palm Beach Post und New York Times.
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