Tod am Großglockner (1/2): Der Aufstieg
Der Fall einer am Großglockner erfrorenen Bergsteigerin hat ein gerichtliches Nachspiel. Ihr Partner muss sich wegen grob fahrlässiger Tötung verantworten. Er bekennt sich nicht schuldig - was ist geschehen? In der Nacht auf den 19. Jänner 2025 stirbt Kerstin G. am Großglockner. Laut Staatsanwaltschaft erfriert sie rund 50 Meter unterhalb des Gipfelkreuzes. Sie wollte Österreichs höchsten Berg gemeinsam mit ihrem Partner Thomas P. besteigen – nur er kehrte ins Tal zurück. Am 19. Februar muss sich Thomas P. wegen grob fahrlässiger Tötung vor dem Landesgericht Innsbruck verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, bei der Tour die maßgeblichen Entscheidungen getroffen zu haben, weil er im hochalpinen Gelände deutlich erfahrener gewesen sei als Kerstin G. Laut Staatsanwaltschaft werden ihm neun Fehler angelastet – darunter ein zu später Start, fehlende Notfallausrüstung, dass das Paar nicht rechtzeitig umkehrte und dass ein Notruf zu spät abgesetzt worden sei. Im Fall einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft. Thomas P. bekennt sich nicht schuldig; es gilt die Unschuldsvermutung. Der Fall beschäftigt nicht nur das Gericht, sondern wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie sieht Verantwortung am Berg aus – und wie kippt eine Tour in eine Lage, aus der es kein Zurück mehr gibt? In dieser ersten Folge der "Inside Austria"-Miniserie rekonstruieren wir die Tour bis zu dem Punkt, an dem es kein Zurück mehr für die beiden gibt. Und wir wollen wissen - wer trägt am Berg eigentlich die Verantwortung? In dieser Folge zu hören: Jonas Kraus (Sportredakteur beim "Spiegel"), Gerhard Pfeil (Sportredakteur beim "Spiegel"), Reinhard Kleindl (Wissenschaftsredakteur beim STANDARD), Stefanie Ruep (Salzburg-Korrespondentin beim STANDARD); Skript und Moderation: Antonia Rauth und Kim Höbel; Redigat: Sven Preger und Zsolt Wilhelm; Produktion: Christoph Neuwirth Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf spiegel.de/derstandard.
Pilnaceks Tod: Kommt im U-Ausschuss die Wahrheit ans Licht?
Wie kam Christian Pilnacek ums Leben? Wurde bei den Ermittlungen um den Tod des Spitzenbeamten gepfuscht - oder sogar politisch interveniert? Diese Fragen beschäftigen jetzt einen U-Ausschuss Jahrzehntelang war Christian Pilnacek der mächtigste Mann im österreichischen Justizapparat. Im Oktober 2023 kommt er in einem Seitenarm der Donau in der Wachau ums Leben. Sein Tod wird rasch als Suizid eingeordnet - doch es gibt Zweifel an den Umständen seines Todes. Die Rede ist von schlampigen Ermittlungen und mutmaßlichen politischen Interventionen. Immerhin war Pilnacek politisch bestens vernetzt. Jetzt soll ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss begutachten, ob tatsächlich politisch in die Ermittlungen hineingefunkt wurde. Diese Woche haben die Abgeordneten die ersten Auskunftspersonen befragt. Und bei einem außergewöhnlichen Ausflug den Fundort von Christian Pilnaceks Leiche aufgesucht. Maximilian Werner aus der STANDARD-Innenpolitikredaktion war dabei. Und Fabian Schmid, leitender Redakteur Investigativ beim STANDARD, erklärt in dieser Interviewfolge von "Inside Austria" die Hintergründe des Falls Pilnacek noch einmal ausführlich. Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf spiegel.de/derstandard.
Sebastian Kurz: Vom gefallenen Kanzler zum Multimillionär
Österreichs Ex-Kanzler ist unter die Tech-Unternehmer gegangen. Wie erfolgreich ist der frühere Shootingstar der ÖVP in der freien Wirtschaft? Und was ist dran an den Comeback-Gerüchten? Über drei Jahre ist es her, dass Sebastian Kurz die Bühne der österreichischen Politik verließ – nachdem die Inseraten-Affäre ihm und seinen Vertrauten um die Ohren flog. Bis heute laufen die Ermittlungen rund um die Korruptionsvorwürfe, Anklage wurde noch nicht erhoben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wer Sebastian Kurz’ Karriere in letzter Zeit mitverfolgt hat, könnte ohnehin den Eindruck gewinnen, dass er die Vorwürfe längst hinter sich gelassen hat. Kurz, heute Miteigentümer des Cyber-Security-Start-ups "Dream", präsentiert sich als erfolgreicher Unternehmer. Er hat "Dream" gemeinsam mit NSO-Gründer Shalev Hulio aufgebaut. Das Unternehmen ist mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet und gilt als "Unicorn". Kurz selbst ist zumindest auf dem Papier Multimillionär. Österreich-Korrespondent Walter Mayr vom Spiegel begleitete ihn zuletzt nach Tel Aviv – zum Hauptsitz von "Dream". In dieser Folge von Inside Austria erzählt er von dieser Reise. Wir wollen wissen: Wie erfolgreich ist Sebastian Kurz als Unternehmer? Hat der talentierte Fädenzieher auf dem Parkett der internationalen Tech-Branche tatsächlich Fuß fassen können? Kollege Oliver Das Gupta (STANDARD und SPIEGEL) hilft uns außerdem, die anhaltenden Polit-Comeback-Gerüchte rund um Sebastian Kurz einzuordnen. In dieser Reihe zu hören: Walter Mayr (Österreich-Korrespondent beim SPIEGEL), Oliver Das Gupta (Autor beim STANDARD und beim SPIEGEL); Skript: Kim Höbel und Antonia Rauth; Moderation: Kim Höbel und Antonia Rauth; redaktionelle Mitarbeit: Svenja Jäger; Redigat: Sven Preger, Zsolt Wilhelm; Produktion: Christoph Neuwirth Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf spiegel.de/derstandard. Die Reihe über Sebastian Kurz Aufstieg und Fall hört ihr hier. Und in dieser Folge erklären wir alles über den Freispruch. In einer früheren Version der Folge wurde ein Zitat Sebastian Kurz' Rücktrittsrede zugeordnet, obwohl es aus einer älteren Rede stammt. Das Zitat wurde ausgetauscht.
Replay: Inside Ischgl: Was, wenn kein Schnee mehr fällt?
Fünf Jahre nach dem Corona-Cluster im Paznaun läuft in Ischgl die Party wieder wie früher. Doch steht mit dem Klimawandel die nächste Krise schon vor der Tür? Ischgl steht für Skifahren, Party und Luxus – fünf Jahre nach dem großen Corona-Cluster hat sich der Ort vom Reputationsschaden erholt, der Tourismus floriert wie eh und je. Doch die Winter werden immer wärmer, auch in den Tiroler Bergen. Wie lange wird der Wintertourismus in dieser Form noch existieren? Für diese Folge von "Inside Austria" sind wir nach Ischgl gefahren und haben mit Klimaforschern, Touristikern, Politikern, Urlaubern und Umweltschützerinnen gesprochen. Wie bereiten sich die Skigebiete auf die neuen Bedingungen vor? Und wie viel tragen sie selbst zur Klimakatastrophe bei? In dieser Folge zu hören: Robert Steiger (Universität Innsbruck), Thomas Köhle (Tourismusverband Paznaun), Werner Kurz (Bürgermeister Ischgl), Lena Öller (Protect Our Winters), Angelo Jantscher (Bergbahnen See), Günther Aloys (Hotelier); Skript: Antonia Arbeiter-Rauth und Lucia Heisterkamp; Moderation: Antonia Arbeiter-Rauth und Lucia Heisterkamp; Redigat: Jannis Schakarian, Zsolt Wilhelm ; Produktion: Christoph Neuwirth Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf spiegel.de/derstandard.
"Hasenjagd": Der Film, der das Schweigen über ein Kriegsverbrechen brach
50 Jahre nach der Menschenjagd von SS und Zivilbevölkerung im Mühlviertel, bei der über 400 geflohene KZ-Häftlinge ermordet wurden, brach ein Film das Schweigen. Regisseur Andreas Gruber im Interview 1995 kommt ein Spielfilm in die österreichischen Kinos, der eine lange verdrängte Geschichte ins Zentrum rückt. "Hasenjagd – vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen" heißt die Produktion des Regisseurs Andreas Gruber. Zehn Jahre lang hat er dafür recherchiert, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen befragt und um Förderungen gekämpft. Immer wieder wird ihm gesagt: Diese Geschichte interessiere heute niemanden mehr. Gemeint ist eines der schwersten Kriegsverbrechen auf österreichischem Boden. Nach einer Massenflucht aus dem Konzentrationslager Mauthausen werden im Februar 1945 mehr als 400 Häftlinge von der SS und Teilen der lokalen Bevölkerung verfolgt und ermordet – die sogenannte "Mühlviertler Hasenjagd". Gruber entscheidet sich dennoch, den Film zu realisieren. Im Zentrum steht eine jener wenigen Familien, die geflohenen KZ-Häftlingen geholfen haben. Er arbeitet eng mit Überlebenden und ihren Angehörigen zusammen. Der Film wird 1995 zum meistgesehenen Kinofilm des Jahres in Österreich. In der vierten Folge unserer Miniserie erzählt "Inside Austria" die Geschichte hinter diesem Film. In einem Interview blickt Andreas Gruber auf die Widerstände während der Produktion zurück – und darauf, wie die Arbeit an der "Hasenjagd" nicht nur seine Karriere, sondern auch seinen Blick auf Österreichs Umgang mit der NS-Vergangenheit nachhaltig geprägt hat. Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf spiegel.de/derstandard.