Politisches Chaos in Bulgarien
Bulgarien trat am 1. Januar 2026 der Eurozone bei. Dennoch ist das Land im Moment ein echtes Sorgenkind in der EU. Bulgarien ist das ärmste und das zweitkorrupteste Land der EU und es könnte wieder in die politische Instabilität abdriften. Zwischen den Jahren 2021 und 2024 gab es schon ganze sieben Parlamentswahlen. Und nun ist wieder eine Regierung zurückgetreten, obwohl sie fast ein ganzes Jahr lang stabil war. Für bulgarische Verhältnisse ist das schon eine gewisse Zeit. Vor dem Regierungsrücktritt hatte es eine Massenprotestwelle gegeben. Viele Bürger sind gegen Korruption auf die Straße gegangen und gegen den Haushalt für das Jahr 2026, den ersten Haushalt in Euro. Die Bürger warfen der Regierung vor, viel Geld in korrupte staatliche Kassen umzuschichten und die Bürger mit höheren Steuern und Abgaben zu belasten. Jetzt ist die Regierung, die von der konservativen GERB-Partei angeführt wurde, also gestürzt. Doch das bulgarische System aus Machtverflechtungen und Korruption ist es noch lange nicht. In letzter Zeit hat Bulgariens mächtigster Oligarch, Deljan Peewski, zunehmend an Einfluss in der Politik gewonnen hat. Das hat die Wut der Demonstranten auf den Straßen besonders angefacht.
Kulturhauptstadt 2026 Trencin in der Slowakei
Trencin in der Slowakei wird 2026 Europäische Kulturhauptstadt - neben dem finnischen Oulu. Zum zweiten Mal darf eine slowakische Stadt diesen prestigeträchtigen Titel tragen.
Wer hat eigentlich noch Hoffnung in Nahost?
Blickt man auf die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte im Nahost-Konflikt, dann ist eigentlich nichts besser geworden. Palästinenser im Westjordanland leiden immer mehr unter der israelischen Besatzung: Dort sind Gewalt durch radikale Siedler, Militäreinsätze und Vertreibungen an der Tagesordnung. Im Gazastreifen versucht eine Bevölkerung nach über zwei Jahren Krieg zu überleben, ihre Zukunft ist völlig unklar. Bei den meisten Israelis ist das Sicherheitsgefühl nach dem Terror des 7. Oktober nachhaltig gestört. Und auf beiden Seiten gibt es nicht mehr viele Menschen, die an ein friedliches Zusammenleben glauben oder gar an eine Lösung des Konflikts. Aber es gibt diese Menschen. Es sind wenige, oft werden sie für naiv gehalten, belächelt oder angefeindet. Doch sie verbindet, dass sie der Überzeugung sind, dass ein Zusammenleben in der Region zwischen Palästinensern und Israelis nur gemeinsam möglich ist.Wir haben einige dieser Menschen getroffen und begleitet und nach den Gründen für Ihre Hoffnung gefragt. Warum können Sie überhaupt noch auf Frieden hoffen, nach all dem, was passiert ist? Und was treibt sie an? Eine unwahrscheinliche Geschichte über Menschen, die trotz allem an Frieden glauben.
Tunesien: Enttäuschte Hoffnung, vergeblicher Kampf
Vor 15 Jahren begann in Tunesien ein Protest, der die Welt verändern sollte. Mit der Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in der Stadt Sidi Bouzid ging es los. Was folgte, waren der Sturz von Tunesiens Diktator Zine el-Abidine Ben Ali, sowie eine Reihe von anfänglich erfolgreichen Aufständen in der arabischen Welt. Der so genannte arabische Frühling hatte begonnen. Tunesien bescherte er eine der freiheitlichsten Verfassungen der arabischen Welt. Und heute? Was ist vom so genannten Frühling geblieben, dort, wo alles begann, in Tunesien? Sarah Mersch und Stefan Ehlert aus dem ARD-Studio Rabat sind auf Spurensuche gegangen.
Irlands verlorene Kinder
In der irischen Kleinstadt Tuam wird gerade ein Massengrab ausgehoben. Forensiker vermuten in einem Abwassertank die Überreste von bis zu 800 Kindern. Sie starben im Mutter-Kind-Heim, das dort bis 1961 von Nonnen betrieben wurde.